Der Menschenhandel in Europa

Europa Menschenhandel

Menschenhandel - Definition

Menschenhandel ist definiert als die planmäßige Ausbeutung von Menschen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Ausbeutung sexueller oder arbeitstechnischer Natur ist. Grundsätzlich sind Menschen, deren Zwangslagen ausgenutzt werden oder durch die Verwendung von Drogen, Gewalt oder List gefügig gemacht werden, Opfer von Menschenhandel. Europa ist immer häufiger Ziel oder Ausführungsort. Besonders bekannte Fälle von Menschenhandel sind die Zwangsprostitution und der Handel mit Kindern weltweit. Der Begriff Menschenhandel umfasst alle Straftaten, deren Ziel die organisierte Ausbeutung von Menschen ist. Menschenhandel zieht meist weitere Straftaten wie Steuerhinterziehung, Ausländer- oder Arbeitsrecht nach sich und wird mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 10 Jahren bestraft. Zusätzlich begangene Straftaten werden in solchen Fällen mit eigenen Anklagepunkten belegt.

Menschenhandel in Europa – ein großes Problem

Der Menschenhandel in Europa stieg seit 1992 von ursprünglich etwa 200 erfassten Fällen im Jahr auf über 1000erfasste Fälle im Jahr 1996. Das Problem des Menschenhandels in Europa vergrößerte sich höchstwahrscheinlich durch die Öffnung der Grenzen nach Osteuropa. Hier sind die Täter erstaunlicherweise oft Frauen, die ihre Opfer nach Westeuropa schleusen. Krimineller Menschenhandel ist leider ein weltweites Problem. „Beschaffungsmärkte“ liegen häufig in Ländern der Dritten Welt sowie in Entwicklungsländern und (seit dem Mauerfall) im ehemaligen Ostblock. Zielländer sind sämtliche Länder der so genannten Ersten Welt. Mit steigender Globalisierung steigt auch das Geschäft mit Menschen. Menschenrechtsorganisationen machen das ursprüngliche Tabuthema öffentlich, sorgen jedoch in Einzelfällen zugleich für Falschaussagen von erwischten, illegal eingereisten Frauen.

Ursachen und Zahlen des Menschenhandels in Europa

Die Ursachen des Menschenhandels sind vielfältig. Man unterscheidet für gewöhnlich sogenannte Push - Faktoren wie Arbeitslosigkeit, Armut, fehlende Schulbildung oder Diskriminierung des Geschlechts von Opfern im jeweiligen Herkunftsland und Pull – Faktoren wie die europaweite Nachfrage nach billigen „Sexkräften“, exotischen Frauen und ungelernten Arbeitskräften. Die IOM ( Internationale Organisation für Migration ) vermutet, dass etwa 500.000 Frauen und Kinder aus Mittel- und Osteuropa jährlich nach Westeuropa verbracht werden. Schätzungen anderer Organisationen sprechen jedoch von 120.000 bis 200.000 Menschenhandelsfällen pro Jahr. Diese Zahlen zeigen jedoch nicht, inwiefern kein Menschenhandel, sondern freiwillige Sexarbeitsmigration vorliegen.

Bei einem Blick auf die bekannten Fälle von Menschenhandel fällt zum einen auf, dass die Zahl steigt und zum anderen dass vor allem Mädchen und Frauen aus Osteuropa mit falschen Versprechungen nach Deutschland gelockt und dann gefügig gemacht werden. Deshalb ist es wichtig, bei der Suche nach einer Pflegekraft aus Polen auf vertrauenswürdige und professionelle Unternehmen zurückzugreifen, um eine gut ausgebildete und arbeitssuchende Arbeitskraft zu bekommen.