Europa Bevölkerung

Europa Bevoelkerung

In den etwa 50 europäischen Ländern leben circa 730 Millionen Menschen, von denen 495 Millionen zu den 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union zählen. Damit liegt Europas Bevölkerung nach Asien und Afrika auf dem dritten Rang der bevölkerungsreichsten Kontinente. Die Liste der bevölkerungsreichsten europäischen Staaten wird von Deutschland mit 82 Millionen Einwohnern angeführt. Es folgen weitere westeuropäische Staaten, wie Frankreich und das Vereinigte Königreich mit 63 bzw. 61 Millionen. Die Bevölkerung auf dem Kontinent ist allerdings recht unterschiedlich verteilt: Die meisten Menschen leben in West-, Mittel und Südeuropa. Nach Osten und besonders nach Norden hin nimmt die Bevölkerungsdichte extrem ab. Gegenwärtig stagniert die Bevölkerungszahl Europas und für die kommenden Jahre wird sogar ein Rückgang vorhergesagt. Daher und auch aufgrund der explodierenden Bevölkerungszahlen in den Entwicklungsländern wird der Anteil europäischer Bürger an der Weltbevölkerung immer kleiner werden.

Zwar immigrierten in den letzten Jahrzehnten mehr Menschen in die EU als aus ihr abwanderten – diese Nettozuwanderung hat sich in den letzten Jahren im Vergleich zu den 90er Jahren zusätzlich noch vervielfacht – doch sinkt die Geburtenrate: Noch vor 50 Jahren bekam eine europäische Frau zwei oder mehr Kinder. Derzeit gebärt sie nur noch 1,5 Kinder. Dabei sind Frankreich und Irland mit einer überdurchschnittlichen Geburtenrate von fast 2 Kindern die geburtenreichsten Staaten Europas; unter anderem die Tschechische Republik oder Polen sind mit weniger als 1,25 Kindern Schlusslicht dieser Betrachtung.

Die Bevölkerung Europas wird bereits mit einem Problem konfrontiert, welches sich in der Zukunft noch verschärfen wird: Die Europäer werden immer älter. Während die Lebenserwartung der 1960 geborenen Männer 67 Jahre und die der Frauen 73 Jahre betrug, leben 2004 geborene Jungen und Mädchen jeweils etwa 9 Jahre länger. Kombiniert mit der zurückgehenden Geburtenrate hat das zur Folge, dass immer weniger junge, erwerbstätige Menschen für immer mehr Rentner aufkommen müssen.